„Mit der Papierbrikettpresse werden aus alten wertlosen Zeitungen schnell und einfach kostenlose Briketts zum Heizen“ So – oder so ähnlich lauten die Werbeslogans der Papierbrikettpressenhersteller und –händler. Diese Pressen sind für außerordentlich kleines Geld zu erhalten und die Verbraucher werden dazu verleitet sich den vermeintlich guten und kostenlosen Brennstoff selbst herzustellen. Der Bundesverband Brennholz ist da aber ganz anderer Meinung.
„Alles wird teurer! Öl, Gas und Müllabfuhr, aber nicht für Sie! Wie? Mit der Papierbrikett-Presse. Machen Sie aus Ihrem Altpapier Heizenergie. In kürzester Zeit pressen Sie das Brikett in Form, der Heizwert ist mit Kohlen vergleichbar. Einfach das Papier nass machen und dann Pressen. Jetzt lassen Sie die Briketts gut trocknen, um sie dann in Ihrem Ofen, Küchenherd Kamin oder Heizkessel zu verbrennen.“1 Im Kleingedruckten ist dann oft zu lesen: „Das Verbrennen von Altpapierbriketts ist nicht überall gestattet. Bitte informieren Sie sich beim zuständigen Ordnungsamt.“
Diese Formulierungen aus einem Anbieterprospekt erweckt oft den Eindruck, als könne die Behörde entscheiden, ob Papier verbrannt werden dürfe oder nicht. Die 1. BImSchV als verbindliche deutsche Rechtsvorschrift lässt dazu aber keinen Spielraum.
Papier darf ausnahmslos in genehmigungspflichtigen Anlagen verbrannt werden. Nicht jedoch in kleinen und mittleren Feuerungsanlagen der 1. BImSchV wie z. B. Einzelfeuerungen, Kamin, Kaminöfen und zentralen Feuerungen unter 1000 kW Nennleistung.
Die Verbrennung von bedrucktem als auch unbedrucktem Papier ist grundsätzlich in Feuerungsanlagen nach der 1. BImSchV §3 nicht erlaubt, da dort die zugelassenen Brennstoffe für Feuerungsanlagen aufgeführt sind.
Die Verbrennung von Alt- und Zeitungspapier ist z.T. mit erheblichen Schadstoffemissionen verbunden ist: Bei der meist unvollständig verlaufenden Verbrennung der Papierbriketts (Schwelen) entstehen u.a. Kohlenmonoxid und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, die eine Umwelt- und Gesundheitsgefährdung als auch eine Geruchsbelästigung darstellen können.
Die in der Druckerschwärze enthaltenen Schwermetallverbindungen (Blei, Cadmium) und Additive werden freigesetzt. Ökologisch sinnvoller als die Verbrennung ist das Recycling zu Umweltpapier.
Der Erwerb einer Presse zur Erzeugung von Altpapierbrikett wird leider nicht eingeschränkt. Der Bundesverband Brennholzhandel und –produktion e.V. und seine Mitgliedsbetriebe warnen allerdings eindringlich vor der Verbrennung.
Mehr Infos: www.bundesverband-brennholz.de
Text: Rene Kleinlein, Höhn
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Schwachsinn nur dummgequatsche
hauptsache brennt
der eine sagt es so der andere wieder so
Admin: Na du profi? Schon mal was von der Bundesemmisionsschutzverordnung gehört? Dumm gequatscht wird vielleicht bei dir am Stammtisch – ich halte mich hier eher an geltende Gesetze und Verordnungen.
Ganz klare Sache:
Papierbrikett müssen aus den Köpfen verschwinden!
Dieser Dreck gehört nicht in den Kaminofen.
Gruß Piet
Hallo!
Ein Aktualisierung Ihrer “Info” ist wohl mal erforderlich.
Druckfarben mit toxischen Schwermatallen (Pb, Cd, Hg, Cr(6)) sowie (As, Se, Sb, Ba) sind seit langem nicht mehr im Einsatz (Grenzwert: Summe < 100ppm ; AP89/1).
rh